Sonntag, 30. November 2008

Hilfe, die Verwandten quälen uns


Von den Pinguinen haben wir uns schweren Herzens verabschiedet, um weiter Richtung Süden zu fahren. Unser Ziel war Dunedin (übrigens Danieden ausgesprochen), wo wir uns zertifizieren lassen haben, dass wir die steilste Straße der Welt erklommen sind. Weiter gings in die Catlins. Dort wohnten wir in einem Hostel mit angeschlossener Schaffarm. Wir nutzten die Gelegenheit um Richard, dem Schäfer, über die Schulter zu schauen, ein bisschen im Schafsmist rumzustapfen und beim „drenchen“ der Schafe zu helfen. Von dort gings zum Milford Sound mit einer kurzen Kaffeepause im südlichsten Starbucks der Welt. Unser Hostel am Lake Manapouri war an einen Hügel gebaut und lieferte uns einen tollen Blick auf die umliegenden Berge und den See, wir hatten unsere kleine, private Hütte und im Vorgarten grasten zwei Pferde. Zudem hatten wir viel Glück mit dem Wetter, so dass der geplanten Wanderung auf dem Weg zum Milford Sound nichts im Wege stehen sollte. Die Sonne schien und so gab es keine Ausreden, die Mama und der Lothar mussten den Berg erklimmen. Zum Fluchen reichte zum Glück die Puste auch nicht aus. Der Berg wurde erfolgreich erklommen und die Ausblicke entlohnten hoffentlich für den schweißtreibenden Weg, so genau wissen wir das leider nicht, denn im Auto wurden der tolle Blick nicht erwähnt. Es dominerte das Thema Fußschmerzen und die Frage: "Warum sind wir eigentlich zum Milford Sound gefahren?"

Sonntag, 23. November 2008

HILFERUF

Hallo ihr Lieben,

heute ein Aufruf an alle. Da es uns in Neuseeland so gut gefällt und euch hoffentlich unsere Berichte, würden wir unseren Aufenthalt hier gern noch etwas verlängern. Dazu ist nun eure HILFE gefragt. Damit auch Steffen bleiben kann, der leider keinen anständigen, nützlichen Beruf erlernt hat, brauchen wir ganz viele Briefe von unseren Freunden, die bestätigen, dass wir schon länger ein Paar sind. Hier also die große Bitte: Könnt ihr Briefe in Englisch schreiben, die besagen, dass wir bereits seit längerem ein Paar sind und zusammen wohnen (genau seit 2003). Was genau in dem Brief steht ist egal. Es gibt keine bestimmte Form oder Länge oder Regel, die einzuhalten ist. Wichtig ist nur, dass wir ganz viele Zuschriften bekommen. Vielleicht könnt ihr ebenso euer Fotoarchiv durchsuchen und schauen ob ihr ein Foto findet auf dem Steffen und ich zusammen drauf sind und dieses mitschicken. Die Fotos bekommt ihr natürlich zurück und es gibt eine Belohnung. Unsere neue Adresse, an die alles geschickt werden soll ist:

Kerikeri Farmhostel
1574 State Highway 10
R.D. 3
0293 Kerikeri
Neuseeland

Vielen Dank schon mal im Vorraus...

Freitag, 21. November 2008

Hilfe, die Verwandten kommen


Nachdem wir nun ein paar Monate in Kerikeri waren und dort viele Abenteuer erlebt haben (Inga war in dem Theatersstück „Sindbad der Seefahrer“, Steffen hat viele Mandarinen und Tangelos gepflückt) sind Ingas Mama und Lothar am 7. November in Auckland gelandet um nun auch das schöne Neuseeland zu bereisen. Estmal mussten jedoch die vielen Ikea Mitbringsel für Claes, wir erinnern uns, den Schweden, in Kerikeri abgeliefert werden. Am 10. November ging es dann also los mit der großen Entdeckungsreise. Unser erster Halt war Auckland, wo das Mietauto abgeholt wurde. Weiter ging es nach Rotorua, wo wir wieder in unserem Geheimtipp Thermalbach baden waren und uns Lady Knox angeschaut haben, einen Geysier, der mit Hilfe von Seife einmal am Tag in Gang gebracht wird. Von Rotorua fuhren wir nach Napier, von dort nach Wellington und nun sind wir auch schon auf der Südinsel. In 4 Wochen Urlaub muss man halt ein bisschen schneller unterwegs sein als wir das gewöhnt sind. Heute waren wir in Oamaru auf Pinguin-Suche und selbst Lothar, der Pinguin Muffel ist auf dem Bauch duch Schafskaka gerobbt um die Gelbäugigen Tiere aus der Nähe zu begutachten. Morgen fahren wir weiter Richtung Süden und freuen uns auf weitere Abenteuer, die wir mit euch teilen können und diesmal werden sie nicht so lange auf sich warten lassen. Versprochen.

Freitag, 12. September 2008

New Zealand Mutschekiepschen


Wir sind wieder in Kerikeri bei Claes, dem Schweden. In seinem Hostel, waren wir bereits im Februar und haben ihn lieb gewonnen. Jetzt bleiben wir hier ein bisschen länger und arbeiten für Ihn auf seiner Orangenfarm gegen Unterkunft und Verpflegung. Wir lernen viele Dinge fürs Leben z.B. Traktorfahren oder dass Neuseeländische Marienkäfer nicht rot-schwarz sind sondern blau-metallic. Zudem ist Claes ein netter Kautz, der gern aus seinem Leben erzählt und so sitzen wir abends gemütlich vor dem Kamin mit einer Flasche Wein und plaudern über Toilettenpapier-stehlende Israelis und wie gut die Köttbullar im Ikea Restaurant schmecken.

Montag, 1. September 2008

Regenzeit

Seit Wochen regnet es. Es scheint wir stecken mitten in der fünften, neuseeländischen Jahreszeit, die Regenzeit, und sie erfreut uns schon seit 2 Monaten. Jeden Tag hoffen wir auf besseres Wetter. Die Wanderwege sind matschig, die Stimmung ist an einem Tiefpunkt angelangt und Regenwolken hängen tief über den Inseln. Inzwischen sind wir in Auckland, verstecken uns aber in unserem warmen und trockenen Hostel, zudem ist Inga krank und liegt mit Fieber im Bett. Wir verbringen unsere Tage also damit, Suppe zu essen, vor dem Kamin zu sitzen und Bücher zu lesen. Zu mehr sind wir nicht aufzuraffen. Wir warten auf besseres Wetter, um wieder ein paar Wanderungen zu machen, an den Strand zu gehen und den Rest der Nordinsel zu entdecken. Wir sind am überlegen, ob wir einen kleinen Job annehmen sollen, um den Rest der Regenzeit zu überbrücken.

Donnerstag, 21. August 2008

Berg mit Liebeskummer


Der Maori Sage nach hat sich Mt. Taranaki unglücklich in die schöne Pihanga, einen Vulkan beim Lake Taupo, verliebt. Als jedoch Pihangas Geliebter, Mt. Tongariro die beiden ertappte, musste Mt. Taranaki fliehen und sitzt nun, statt mit den anderen Bergen in der Mitte der Insel allein im Westen unter einer Wolke aus Tränen. Taranaki muss während der 3 Tage in denen wir in New Plymouth waren ununterbrochen an seine Freundin gedacht haben, denn er weinte sehr viel. Nicht ein einziges Mal zeigte er uns seine verschneite Spitze, so traurig war er; und das machte wiederum uns sehr traurig. Statt also den Vulkan zu bewundern, unternahmen wir in den regenfreien Momenten einen Ausflug zu den „drei Schwester“ (zwei Felsen im Meer) und erkundeten die schwarzen Sandstrände der Westküste. Doch bei all dem Regen, der uns zwang im Haus zu bleiben, war uns auch nur zum Weinen zumute.

Montag, 11. August 2008

Reise um die Welt in 5 Stunden


Wanganui ist die drittälteste Stadt Neuseelands und deren Einwohner sind sehr stolz auf ihr Museum, ihren Fluss und die Cafés, die die Hauptstraße säumen. Unser Hostel, mit Blick auf den sich dahin schlängelnden, braunen Fluss erinnerte uns an eine alte Südstaatenvilla. Weil es uns gut gefallen hat und sie Personal gesucht haben, haben wir beschlossen ein paar Tage für unsere Unterkunft zu arbeiten, dadurch ein bisschen Geld zu sparen und zusätzlich paar Schlecht-Wetter-Tage rumzukriegen. Man stelle sich vor, auch am anderen Ende der Welt werden die Ecken und Kanten mit der Zahnbürste geschrubbt. In unserer Freizeit machten wir einen Ausflug nach Athen, London und Jerusalem oder fuhren mit einem, von nur zwei in einem Berg eingelassenen Aufzügen der Welt.

Dienstag, 5. August 2008

Trennung


Der Weg zur Nordinsel geht über Picton, da von dort die Fähre nach Wellington auf der Nordinsel abfährt. Von hier trennten sich Steffens und mein Weg, denn Inga flog mit dem Flieger, um die Marlborough Sounds von oben zu genießen, während Steffen in Picton festhing. Weil die See zu rau war, wurde die Fähre mehrere Tage storniert. Also hatte Inga ein paar Tage, um in aller Ruhe die Geschäfte, Kinos und Museen Wellingtons unsicher zu machen, während Steffen sich mit free internet und chocolate pudding in Picton vergnügen konnte. Wieder vereint ging es dann die Westküste hinauf nach Wanganui.

Montag, 21. Juli 2008

Entspannung bis zur totalen Erschöpfung

In unserem Hostel in Kaikoura lernten wir Britta kennen, die uns von Hamner Springs vorschwärmte. Hamner ist ein Kurort und besitzt einige heiße Quellen in denen man bis zur totalen Erschöpfung baden kann. Nach 2 Stunden im heißen Wasser waren wir total schrumpelig, ausgehungert und müde, sodass wir von der vielen Entspannung erst mal ein Mittagsschläfchen halten mussten. Sonst gabs in Hamner Springs nicht viel zu sehen und zu erleben. Die Bürgersteige werden hier, wie auch in den meisten Neuseeländischen Städten bereits um 17 Uhr hochgeklappt. Daher blieb viel Zeit zum Nachdenken und die Entscheidung wurde gefallen: Wir fahren wieder zurück auf die Nordinsel.

Samstag, 19. Juli 2008

Kein Regen seit 2 Wochen


Da wir uns immer noch sehr schwer taten mit der Entscheidung wo wir als nächstes hinfahren sollten, entschieden wir uns erstmal Kaikoura anzuschauen. Denn das kleine Fischerstädtchen hatten wir noch nicht gesehen und es liegt nur 2 Stunden nördlich von Christchurch. Als wir ankamen war in Kaikoura furchtbar graues Regenwetter. Der erste Regentag seit 2 Wochen, wir uns unsere Hostelmutter erklärte. Um so erfreuter waren wir als wir am nächsten Morgen nicht nur Sonnenschein erblickten sondern auch eine verschneite Bergkette, von der Kaikoura umgeben ist. Der Ort lockt seine Touristen mit Wal- und Delfinbootstouren an. Wir entschieden uns, das auf den Sommer zu verschieben und statt dessen die Gegend vom Land aus zu erkunden. So machten wir eine kleine Wanderung über die Halbinsel mit tollen Ausblicken auf das Meer und die Berge.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Wellness für Futo Maki


Bevor von euch wieder Vorwürfe kommen, dass es Zeit wird für einen neuen Blog, hier also schnell ein paar Neuigkeiten: Wir sind gesund und munter in Neuseeland gelandet und haben 10 Tage und einen Geburtstag in Christchurch verbracht. Unser Futo Maki war zum Glück noch völlig intakt dort wo wir ihn abgestellt hatten. Und weil wir ihn so vernachlässigt hatten, schenkten wir ihm jetzt viel Aufmerksamkeit. So bekam er einen Ölwechsel, neue Bremsbeläge, eine neue WOF (Warranty of Fitness- der NZ TÜV) und eine neue Registration (Steuer). Des weiteren nutzten wir die Zeit in Christchurch um ein paar Erledigungen zu machen. Steffen bekam sein Visum verlängert und darf nun auch ein Jahr bleiben. Ebenso buchten wir unseren Rückflug, der noch für Oktober ausgestellt war, um. Die restliche Zeit verbrachten wir damit zu überlegen wo es nun als Nächstes hingehen soll. Mit der Südinsel sind wir ja fast durch, dennoch würde es uns schon reizen ein bisschen Zeit im Schnee zu verbringen... Wo es uns letztendlich hinverschlagen hat, erfahrt ihr im nächste Blog.

Dienstag, 8. Juli 2008

Schnupfenviren gegen Shoppingfieber


Der letzte Abschnitt unserer Australienreise startete mit einem abenteuerlichen Flug Nachts um 3 Uhr mit Tiger Air. Tiger Air hat nicht nur den Tiger im Tank sondern auch schreiende Babys an Board und super enge Sitze am Start, an denen selbst ich (Inga) mit den Knien anstieß. Melbourne selbst begrüßte uns dann, wie erwartet, mit kalten 13° C, bedecktem Himmel und starkem Wind. Aber wir waren ja auch nicht zum braun werden hier, sondern um uns schon mal an die Neuseeländischen Temperaturen zu gewöhnen und (natürlich) zum Shoppen. Was wir in Australien nicht verpassen wollten und noch nicht gesehen hatten waren Koalabären, also führte einer der ersten Besuche in den Royal Melbourne Zoo. In dem wir tatsächlich Koalas, zudem Wombats, ein Schnabeltier, Emus, Kängurus und vieles andere Getier gesehen (und Kängurus sogar gestreichelt) haben. Der Großteil des restlichen Zeit in Melbourne, ihr habt es schon erraten, verbrachten wir (oder vielmehr ich) mit ausgiebigen Shoppen. Steffen zog es vor sich einen Schnupfen zuzulegen und seine Tage auf der Couch vor dem Computer zu verbringen. Am 7.7. gings dann wieder nach Christchurch. Wir hatten fast schon ein bisschen „Heimweh“ nach Neuseeland und fühlen uns, als würden wir wieder „nach Hause“ kommen.

Dienstag, 1. Juli 2008

Kein Glück mit den Kröten


Frangipaniblüten, 31° C im Schatten, Palmen und türkisblaues Meer. Darwin ist tropisch und das macht es umso sympatischer. Die 4 Tage in Darwin verbrachten wir zur Hälfte auf dem Campingplatz - unsere letzten Tage mit Matilda - zur anderen Hälfte am Pool unseres Hostels. Ein halber Tag ging beim Putzen des Campers drauf, den wir aufgetankt und sauber wieder abgeben mussten. Viel Zeit verbrachten wir auch mit den Highlights des Campingplatzes: am ersten Abend gab es (praktisch auf unserem Stellplatz) ein Konzert bei dem ein dicker Australier in sehr knappen und obzönen Kostümen Songs von Stars wie Madonna und Tina Turner nachgesungen hat. Am zweiten Abend wurde ein Kröten-Wett-Rennen veranstaltet. Die Kröte auf die wir gewettet haben musste von uns persönlich mit Glück bewünscht und in den Ring gesetzt werden. Leider hatten wir jedoch nicht so viel Erfahrung im Gewinnerkrötenauswählen und haben die begehrten Preise (Tafel Schokolade, Basecap und Flasche Wein) nicht gewonnen. Die letzten Tage im Hostel waren weniger aufregend. Wir waren bei „Aquascene“, zum Fische füttern und auf dem Abendmarkt am Strand zum Shoppen und zum schlemmen. Unser nächster Stop ist Melbourne: 13° C im Schatten, riesige Hochhäuser, keine Palmen. Dafür: die beste Stadt zum Shoppen in Australien.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Salzmangel Teil 2


Nachdem wir im Kakadu National Park in jeden Tümpel geguckt und das Ufer jeden Flusses inspiziert hatten mussten wir feststellen, die Salzwasserkrokos verstecken sich vor uns. Also blieben nur 3 Alternativen: entweder in den Krokodilpark in Darwin gehen, Steffen als Köder in den Fluß stellen oder eine Bootstour auf dem Adelaide River buchen auf dem man springende Krokos bewundern kann. Die erste Alternative fand ich doof, die zweite mochte Steffen nicht, also entschieden wir uns für die dritte Wahl. Auf diesen Bootstouren werden die Krokodile mit Fleisch aus dem Wasser gelockt. Das an einer Art Angel gebundene Fleischstück wird so lange vor dessen Nase gehalten und wieder weggezogen bis sie scheinbar nur auf ihrer Schwanzspitze stehend aus dem Wasser springen. Es war schon ein beeindruckendes Schauspiel vor allem da dies alles freilebende Krokos waren. Steffen hat die Tour besonders gut gefallen, da er nicht einmal nass werden musste, um die Salties zu sehen.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Salzmangel


Im Kakadu National Park leben 25 Froscharten, 51 Süßwasserfischarten, 60 Säugetier-, 120 Reptilien- und 280 Vogelarten. Darunter das gefährliche Salzwasserkrokodil, das nach allem schnappt was ihm über den Weg läuft. Mit angstvollen Augen fragten wir einen Ranger ob sich in dem Wasserfall Pool ganz in der Nähe unseres Camps denn auch Salties verirrt haben könnten. Der antwortete aber ganz locker, dass die ein paar Meter flußaufwärts sind und wir uns keine Sorgen machen brauchen, da der Pool ja auch jede Woche kontrolliert wird. Nagut dachten wir und sprangen hinein. Das in dem Tümpel Fische wohnen, die gern menschliche Haut knabbern hat er uns leider verheimlicht, so waren wir so schnell wieder draußen wie wir hinein gehüpft sind. Mit den Fischarten hatten wir also bereits Bekanntschaft gemacht. Was uns aber viel mehr interessierte waren die Kängurus, Wallabies und natürlich die Salties (aus sicherer Entfernung). Am dritten Tag unseres Kakadu Abenteuers hüpfte ein einsames Wallabie über den Campingplatz. Jetzt blieben nur noch die lederjacken-tragenden Bestien, die wir noch zu Gesicht bekommen wollten.

Montag, 16. Juni 2008

Im Paradies


Broome zeichnet sich vor allem durch seinen endlos langen „Cable Beach“ aus. In diesem Punkt hatte der Reiseführer recht, denn an diesem Strand findet jeder ein Stückchen Paradies, und wo lässt es sich herrlicher relaxen als an einem endlosen Strand? Um giftige Quallen muss man sich im Moment auch nicht all zu große Sorgen machen, denn der letzte Quallenangriff war vor 10 Tagen. Wir konnten nach der ganzen Fahrerei der letzten Tage ein wenig Entspannung gebrauchen und blieben 3 Tage. Doch Broome hatte noch mehr zu bieten als Strand und Faulenzen. Einen Abend verbrachten wir mit Indianer Jones, im ältesten Freiluftkino der Welt, wir besuchten den Chinesischen und Japanischen Friedhof, auf dem tausende ehemalige Perlentaucher liegen und schlenderten über den Samstags-Markt, auf dem die alternativen Australier ihr Kunsthandwerk anbieten. Leider sahen wir auch viele Aborigines, die betrunken in den Straßen rumhingen. Der Bottleshop (Spirituosenladen) machte erst um 11 Uhr auf, damit sie sich nicht schon Vormittags betrinken konnten. Das waren wir von Neuseeland nicht gewöhnt. Dort sah man oft Maoris aber nie so perspektivlose. Auf einmal kam uns Broome gar nicht mehr so paradiesisch vor.

Dienstag, 10. Juni 2008

Auf dem Weg ins Irrenhaus


Die Fahrt von Exmouth bis nach Broome war nicht besonders spektakulär. Die Landschaft veränderte sich kaum (flach wie gewohnt) nur erscheinte hier und da ein Termitenhügel. Einen Stopp legten wir in Dampier ein, wo man über 10.000 Aborigines Felsenzeichnungen gefunden hat - Wir fanden leider nur vier. Einen weiteren Halt machten wir bei Point Samson, wo man angeblich gut schnorcheln kann. Jedoch schürften wir uns nur an den scharfen Felsen im Wasser die Knie auf und versuchten über die starken Wellen zu hüpfen. Die nächsten 300 km regnete es ununterbrochen und wir suchten Unterschlupf auf einem Campingplatz in einem Roadhouse. Ein Roadhouse ist eine kompakte Raststätte und vereint Tankstelle, Supermarkt, Campingplatz und Restaurant. Das Sandfire Roadhouse ist ebenso ein kleiner Zoo, mit Pfauen, Gänsen, einem Kamel und einem Büffel. Von dort waren es nur noch weitere 300 km bis Broome von der der Reiseführer schreibt: „Wer hier nicht ausspannen kann, dem hilft nur noch Therapie.“ Also nichts wie hin nach Broome...

Freitag, 6. Juni 2008

Auf Tauchfühlung mit Monsterhaien


Ningaloo ist ein Riff vor der Küste von Coral Bay bis Exmouth. Das besondere ist, dass es so nah an der Küste liegt, dass man vom Strand aus schnorcheln gehen kann. Außerdem kommen jedes Jahr zwischen März und Juni Walhaie in das Riff, um sich den Magen voll zuschlagen, bevor sie sich auf den Weg weiter nach Thailand machen. Walhaie haben wir nur in Form von riesigen Plastikfiguren gesehen, die in Exmouth an jeder Ecke aufgestellt waren. Für einen Schnorchelausflug mit dem größten Fisch der Welt (er kann bis zu 18m lang werden) hat unsere Urlaubskasse leider nicht ausgereicht. Dafür waren wir in einer paradiesischen Bucht mit glasklaren, türkisblauen Wasser schnorcheln und haben neben unzähligen Fischen auch Schildkröten, einen Tintenfisch und einen Riffhai gesehen. Der war fast so groß wie ein Walhai. Ungelogen!!!

Donnerstag, 5. Juni 2008

Flipper


Wieder zurück in Australien ging es die Küste hinauf. Unser nächster Stopp sollte Shark Bay sein. In dem kleinen Ort Monkey Mia kommen nämlich tagtäglich eine Gruppe Bottlenose Delfine bis an den Strand, um sich von den Touristen füttern zu lassen. Die Fischrationen werden von ein paar Rangern zugeteilt und nett lächelde Touristen dürfen den Tieren die Fische geben. Zum Glück hatte ich an dem Tag mein bestes Colgate-Lächeln aufgesetzt und wurde auserwählt, einem Delfin ein kleines Fischfrühstück zu geben. Anfassen darf man die Tiere nicht, da es schon vorgekommen ist, dass sie dann auch schon mal Menschenfleisch probieren möchten :-) Es ist aber deshalb nicht weniger beeindruckend, wie diese frei lebenden Delfine bis auf ein paar Zentimeter zu einem schwimmen und sich auf die Seite drehen um einen besser anschauen zu können. Manche Delfine bringen sogar ihre Babys mit. Wahrscheinlich beobachten eigentlich sie uns und kommen an den Strand, weil dort täglich so viele von diesen Menschen zu sehen sind.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Audienz bei Prinz Leonard I


Von Australien aus beschlossen wir einen Abstecher in das zweitgrößte Land dieses Kontinents zu unternehmen, zu dem Fürstentum Hutt River Province. Durch eine Gesetzes- lücke hat der Farmer Len Casley 1970 seinen eigenen Staat ausgerufen, da er sich über die Getreidebestimmungen in Australien ärgerte. Inzwischen hat Hutt River Province eine eigene Flagge, eine eigene Währung, Briefmarken, eben alles was ein eigenes Land so braucht. Kaum angekommen begrüßte uns Prinz Leonard selbst persönlich und stempelte uns ein Visum in unseren Paß. Wir durften uns auf seinem Anwesen etwas umsehen und nachdem wir uns im königlichen Tea Room etwas gestärkt hatten, gab es eine kleine Führung durch das Königreich. Zu sehen gab es eine Kirche in der die Throne der Hoheiten zu bewundern sind, einen Souveniershop mit vielen kleinen Ausstellungsstücken und Zeitungsartikeln und die Hutt River Pyramide, in der man laut Prinz Leonard positive Energie schöpfen kann. Ein aufregender Tag ging zu ende und wir zogen uns in unsere Gemächer zurück. Am nächsten Tag mussten wir Hutt River Province verlassen denn unser Visa lief aus. Das alltägliche Ritual des Flagge hissens wollten wir uns aber am nächsten Morgen nicht entgehen lassen. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Prinz Leonard und seine Gastfreundschaft. Ob die Queen uns auch so herzlich empfangen würde wenn wir mal anklopfen?

Samstag, 31. Mai 2008

Matilda


Unser neuer Camper ist ein Mädchen, besser gesagt eine etwas in die Jahre gekommene Dame mit 130.000 km auf dem Buckel. Sie ist schon etwas zerknittert und verrostet und wie das alte Frauen so tun stinkt sie auch ein wenig. Sie hat ständig Durst, denn ihr Benzintank ist sehr klein und wenn man Wasser aus der Spüle lässt ist sie inkontinent und macht eine Pfütze zwischen den Hinterrädern. Aber sie ist gemütlich, praktisch und kennt sich auf den australischen Straßen gut aus. Unser Weg mit Matilda geht die Westküste entlang bis nach Darwin. Jetzt haben wir auch mehr Zeit, können die Fahrt genießen und müssen pro Tag nicht so viel fahren. Unser erster touristisch sehenswerter Stopp führte uns zu den Pinnacles. Viele tausend Kalksteinsäulen, die in einer maisfarbenen Sandwüste stehen. Je weiter wir gen Norden kommen um so netter wird auch das Wetter. Perth verließen wir in verregneten 17°C, inzwischen sind wir in Geraldton, einem freundlichen, kleinen Fischerstädtchen mit sonnigen 24°C. Als nächstes werden wir Monkey Mia ansteuern, einem kleinem Ort in einer Bucht in der fast täglich Delfine bis an den Strand schwimmen und sich füttern lassen...

Montag, 26. Mai 2008

On the road with Bert


Bert war unser kleiner 4WD-Camper mit dem wir uns also von Sydney auf den Weg nach Perth machten. Für diese Strecke von 4.900 km hatten wir 12 Tage Zeit. Bert hieß Bert weil es ein 3 Berth Camper war, also mit 3 Schlafplätzen. Der Weg führte uns als erstes Richtung Canberra und weiter Richtung Melbourne. Die Städte selber haben wir uns nicht angeschaut, dafür sind wir die berühmte und wunderschöne Great Ocean Road entlang gefahren. Leider war das Wetter wieder gegen uns, wo ich es doch gerade so gelobt hatte. Pünktlich zu einer Sehenswürdigkeit, die wir uns anschauen wollten regnete es. Von der Great Ocean Road ging es in den Grampians National Park. Der Nationalpark ist bekannt für seine Berge und Sandsteinfelsen (was wirklich etwas besonderes ist, denn die Strecke die wir bis jetzt gefahren waren, war war so flach, dass man kilometerweit die öde Landschaft sah). Von den Grampians ging es Richtung Adelaide. Hier machten wir einen Stopp um unsere Vorräte etwas aufzustocken, ins Internet zu gehen (aber leider keine Zeit einen neuen Blog zu schreiben) und die Stadt etwas zu erkunden. Leider erinnerte uns Adelaide mit seinen breiten Straßen und großen Plätzen eher an eine Osteuropäische Metropole als an eine quirlige Aussi Stadt und wir zogen weiter Richtung Eyre Highway. Hier begann wohl der bis jetzt australischste Teil unserer Reise. Nie enden wollende, gerade Straßen, rote Erde, alle paar Meter ein totes Känguru an der Straße und alle 200 km eine überteuerte Tankstelle, sonst nichts. Gegen Ende des 2.700 km langen Highways (lt. Reiseführer so weit wie von London nach Moskau) sahen wir sogar ein totes Kamel am Wegesrand liegen. Die letzten 600 km bis nach Perth waren dann nur noch eine Spazierfahrt. Wir machten noch einen Stopp bei der Wave Rock, einem Felsen, der wie eine Welle geformt ist und als keiner guckte ließen wir es uns natürlich auch nicht nehmen, surfermäßig darunter zu posen. Das Ende unserer Reise mit Bert war gekommen. In Perth würden wir ihn gegen einen anderen umtauschen, der etwas größer sein würde. Wir freuten uns schon auf unseren neuen Camper und auf die Abenteuer, die wir mit ihm erleben würden.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Kultur, Shopping, Internet und tolle Aussichten


Australien hielt was wir uns versprochen haben. Kaum in Sydney angekommen, hat uns die Sonne angelacht. Also wurde der Pulli und die Socken wieder in den Rucksack verbannt und die Badelatschen rausgeholt. Nur die Hektik einer Großstadt waren wir nicht mehr gewöhnt. In Neuseeland geht es selbst in solchen „Großstädten“ wie Christchurch etwas ruhiger zu. Aber so eine Weltstadt hat auch vieles Gute. Zum Leidwesen von Steffen kann man hier viel besser shoppen als in Neuseeland und auch die Museen sind hier größer und auch in größerer Auswahl zu finden. Ihr braucht euch um Steffen aber keine Sorgen zu machen, er hat hier was er sich von einer echten Metropole erträumt: kostenloses Internet! Unser Hostel im Stadtteil Kings Cross bietet nämlich nicht nur kostenloses Frühstück und eine tolle Dachterrasse mit super Ausblick auf die Skyline sondern auch free wireless.
Unser nächstes großes Ziel wird Perth sein. Mit einem Camper den wir für $1 am Tag an die Westküste bringen müssen werden wir die Südküste entlang bis nach Perth fahren. Von dort geht es mit Camper Nr. 2 die Westküste hoch bis nach Darwin. Oben in Darwin sind es im Moment 35°, da wird dann wohl auch die lange Hose dran glauben müssen.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Gut gegemscht ist halb gewonnen


Christchurch hat uns super gefallen. Zwar haben wir nicht viel von der Stadt gesehen aber unser Hostel hat uns gut gefallen und wir haben dort viele nette Leute kennen gelernt. Super an Christchurch war auch, dass Tobi, dessen kleine Eigenheiten uns mehr und mehr auf die Nerven gingen, neue Freunde gefunden hat und sich spontan dazu entschied, nach Fiji zu fliegen. Wir haben derweil von Martin ein tolles neues Kartenspiel gelernt und haben nun fast jeden Abend Gemsch gespielt. Ganz nebenbei haben wir noch einen Entschluss gefasst und zwar werden wir, da es uns inzwischen in Neuseeland zu kalt wird, ein paar Wochen nach Australien fliegen ...
wo wir schon mal in der Gegend sind.

Donnerstag, 24. April 2008

Ein Ausflug in die Alpen


Von der Küste ging es nun in die Alpen. Ganz nach Vorbild von Sir Edmund Hillary wollten wir wieder eine große Wanderung unternehmen. Das Ziel unserer Wanderung sollte nach veranschlagten 4 Stunden das Mueller Hut sein. Eine Hütte auf dem Mount Ollivier von wo man einen wunderbaren Blick auf einige Gletscher und Mount Cook hat. Dort wollten wir übernachten und am nächsten Morgen wieder hinunter wandern. Wir hatten viel Glück, es war strahlenster Sonnenschein und zudem war der sehr beliebte Wanderweg an diesem Tag nicht sehr beliebt. Am Mueller Hut angekommen hatten wir die Hütte sogar ganz für uns allein. Die Wanderung selber war anstrengend aber trotzdem schön. Je höher man kam desto besser wurde die Aussicht auf die Southern Alps und auf Aoraki (Mount Cook). Wir waren sogar so fasziniert, dass wir zum Sonnenaufgang aufgestanden sind. Mit dazu beigetragen hat allerdings auch das Wetter, dass uns vor Kälte bibbernd aus unseren Schlafsäcken trieb. Mount Ollivier war übrigens der erste Berg, den Sir Edmund Hillary bestieg. Ob wir noch eine große Bergwanderkarriere vor uns haben???

Mittwoch, 23. April 2008

Sonnenuntergang, Pinguine und wir


Von Dunedin machten wir uns auf den Weg Richtung Norden. Unser nächstes großes Ziel war Mount Cook, auf dem Weg liegen jedoch die Moeraki Boulders, eine Touristenattraktion, die wir natürlich nicht verpassen wollten. Wir hatten ein bisschen Pech, denn es war Flut und die Moeraki Boulders (große Steinkugeln, die es nur an diesem Strand und sonst nirgends auf der Welt gibt) waren teilweise gar nicht zu sehen. Unser für den Abend ausgesuchtes Hostel war jedoch nicht weit entfernt, und so beschlossen wir am nächsten Tag noch einmal bei Ebbe hinzufahren. Unser „Hostelvater“ hat uns sehr nett empfangen und uns den Tipp gegeben an einen nahe gelegenen Strand zu fahren, wenn wir Pinguine sehen wollten. Aha, Pinguine ... sollten wir sie tatsächlich noch zu Gesicht bekommen? Ja, wir sollten. Als wir so die Küste entlang liefen und in der Ferne nach den seltenen Gelbaugenpinguinen Ausschau hielten, wären wir fast auf einen drauf getreten. Plötzlich standen sie da, nur ein paar Meter von uns entfernt und starrten uns an als hätten sie die ganze Zeit auf uns gewartet. Wir starrten zurück! Es war super, der Sonnenuntergang, die lang ersehnten Pinguine und nur wir allein und sonst kein Mensch weit und breit. Hurra, so haben wir uns Neuseeland vorgestellt!

Sonntag, 20. April 2008

das Edinburgh des Südens


Im Gegensatz zu dem ebenfalls schottischen Invercargill hat uns Dunedin (übrigens Daniden ausgesprochen) tausendmal besser gefallen. Überall stehen prachtvolle Kirchen, es gibt einen wunderschönen alten Bahnhof, tausende Sushiläden und nicht zu vergessen, die steilste Straße der Welt. Zudem hat sich auch das Wetter dramatisch gebessert. Plötzlich konnte man wieder in T-Shirt auf die Straße gehen ohne Angst zu haben in den nächsten Sekunden bricht ein Eissturm los. Das schöne Wetter haben wir genutzt, um einen Ausflug auf die Otago Peninsula zu machen, wo es vor allem auch wieder viele Tiere gibt. Doch auch hier bekamen wir keine Pinguine zu Gesicht, statt dessen Seelöwen und Albatrosse.

Mittwoch, 16. April 2008

Seals, Dolphins, Penguins und Tobi


Nachdem wir den Milford Sound verlassen haben, hat es uns für ein paar Tage nach Invercargill verschlagen, um Wäsche zu waschen und ein paar Tage gar nichts zu machen. Es stellte sich heraus, dass man in Invercargill tatsächlich nicht sehr viel machen kann ausser einen Chai Tea Latte im südlichsten Starbucks der Welt zu trinken. Von dort ging es dann in die Catlins, einem Gebiet, dass vor allem viel Küste und Strand hat und viele Tiere beherbergt, so z.B. Delfine, Pinguine und Seehunde. Delfine und Pinguine haben sich uns leider nicht gezeigt. Dafür sind wir an einem Strand auf zwei Seehunde gestoßen, die wir offensichtlich bei ihrem Sonnenbad gestört haben. Die Catlins hätten noch viel schöner sein können, hätten wir nicht schreckliches April-Wetter gehabt (Sonne, Regen, Hagel im zehnminütigem Wechsel) und einen Tobi mit Liebeskummer, der ständig animiert werden musste, aus dem Auto zu steigen um nicht in Selbstmitleid zu zerfließen.

Sonntag, 13. April 2008

Wir haben Zuwachs bekommen


Nachdem wir so viel „Stadtleben“ hatten in den letzten Tagen, freuten wir uns mal wieder auf etwas Natur. Unser nächster Stop sollte das Fjordland sein. Seit Queenstown sind wir zu dritt unterwegs. Tobias, den wir schon in Nelson und nochmal in Greymouth getroffen hatten, suchte eine Mitfahrgelegenheit und wir hatten nach unseren Shopping-Eskapaden noch ein wenig Platz im Auto.

Das Fjordland zeichnet sich vor allem durch viel Wasser, hohe Berge und die gemeinen Sandflies aus. Sandflies sind, wie der Name schon sagt, kleine Fliegen, die einen beißen und gemein juckende Stiche hinterlassen. Zum Glück hab ich (Inga) ein gutes Insektenmittel dabei, nämlich Steffen. Wenn er in der Nähe ist, kann ich fast unbeschadet in einem Sandflyschwarm stehen, während Steffen von den Biestern bei lebendigem Leib aufgefressen wird. Trotz dieser Gefahren darf man den Milford Sound nicht verpassen. Allein die Straße zu diesem Fjord ist wunderschön und wenn man Glück hat, so wie wir, sieht man auch Keas. Diese Papageien sind sehr neugierig und fressen, wenn man nicht aufpasst, die Scheibenwischer und Gummidichtungen am Auto auf. Für Wandersleut, wie wir es ja inzwischen sind, gibt es auf der Stecke auch viele Tracks, die erkundet werden wollen und als krönenden Abschluss macht man dann am besten eine Bootstour im Milford Sound, denn wer den Milford Sound nicht kennt, der hat Neuseeland verpennt!

Mittwoch, 9. April 2008

Allein unter Geistern


Unsere erste Zwei-Tages- Wanderung; also unser erstes Abenteuer (mit Draußen schlafen ohne Dusche und so) führte uns nach Macetown, einer Goldgräber- Geisterstadt. Gestartet wurde von Arrowtown einer schönen Kleinstadt mit erhaltenen Gebäuden aus dem 19. Jhd, ebenfalls entstanden durch den Goldrausch. Laut unserem Reiseführer sollte uns der Wanderweg 3 Stunden an dem Arrow River entlang und auch hindurch führen bis wir das verlassene 200 Seelen Kaff erreichen. Voller guter Dinge sowie zwei Rucksäcken voll Proviant, einem Zelt, Isomatten, Schlafsäcken und natürlich unser neues Travel-Handtuch und Camelback ging es also los. Die ersten zwei Stunden verliefen super, keine Flußdurchquerung in Sicht nur wurden leider die Rucksäcke immer schwerer und der Weg wollte irgendwie kein Ende nehmen. Es sollte doch schließlich nur noch eine Stunde länger zu wandern sein!?! Die zu durchquerenden Flußstellen kamen dann doch, an manchen Streckenteilen lohnte es sich kaum die Schuhe wieder anzuziehen. Aus den angekündigten 3 Stunden wurden letztenendes 5 aber wir haben es geschafft und der Lohn unserer Wanderung war: Ganz allein in einer verlassenen Geisterstadt. Nagut, zugegeben, dass klingt im ersten Moment für den ein oder anderen nicht so toll aber für uns war es ein tolles Abenteuer. Wir sind um 19 Uhr schlafen gegangen, weil es dunkel wurde, haben den tollen Sternenhimmel bewundert und Steffen hat auf (Geister-)Stimmen in der Dunkelheit gehorcht. Es wäre noch schöner gewesen wäre es in der Nacht nicht so bitterkalt gewesen und hätten wir den ganzen Weg nicht wieder zurück gehen müssen. Aber ich schätze das gehört dazu bei einer Zwei-Tages-Wanderung, dass man den zweiten Tag auch noch wandert.

Sonntag, 6. April 2008

Das 174 Dollar Schnäppchen


Queenstown ist die Abenteuersport- Metropole und die Bungy-Jumping-Hauptstadt der Welt. Was also tun, wenn man für Bungy-Jumping zu feige ist, für Rafting das Wasser zu kalt ist, für Canyoning zu viel Höhenangst hat, Jetboating zu teuer ist, River Surfing und Whitewater Sleding zu gefährlich, Sky-diving zu waghalsig und Mounain biking zu anstrengend ist? Bleibt wohl nur noch eines, was man in Queenstown noch gut machen kann: Shopping! Wir sind inzwischen perfekt ausgestattet fürs Outdooring, denn Kathmandu, die hiesige Globetrotter-Kette, hatte einen Easter Sale und bis zu 60% reduziert. Da kam selbst Steffen ins Shopping-Fieber. Eine Verkäuferin fragte uns: „Do you find everything you need? Or do you find a lot you don't need?“ Und das beschreibt es genau. Inzwischen sind wir stolze Besitzer eines Trecking Handtuches, einer Camping-Wäscheleine, einer neuen Outdoor Hose für Steffen, ein ultra dünnes aber super warmes Merino Oberteil für Inga, für jeden ein paar Wandersocken und ein sogenanntes Camelbag, um den Wassertransport beim Wandern zu vereinfachen. Morgen sind wir noch einen Tag in Queenstown bevor wir weiterfahren und wir wissen auch schon was wir hier noch anschauen wollen...es gab diesen kuschlig warmen Schlafsack der so günstig war und vielleicht können wir auch noch einen Campingkocher gebrauchen...man weiß ja nie.

Freitag, 4. April 2008

Bergsteigen für Wanderprofis


Das Städtchen Wanaka ist die kleine Schwester von Queenstown. Auch hier kann man viele Funsportarten betreiben, Skifahren im Winter und es liegt, wie Queenstown, idyllisch an einem See, umgeben von Bergen. Im Reiseführer steht, die beste Aussicht auf die ganze Region genießt man von Mt. Roy und da Wanderungen zu Neuseeland gehören wie Stulle aufs Brot haben wir uns auf den Weg begeben, einen 1.578 m hohen Berg zu besteigen. Zuerst haben wir uns nicht viel dabei gedacht (sind schließlich schon Wanderprofis) aber nachdem wir 3 Stunden steil bergauf gelaufen sind und das Ziel immer noch in unerreichbarer Ferne zu sein schien, machten wir uns doch langsam Sorgen. Werden wir jemals den Gipfel erreichen? Wollen wir überhaupt noch den blöden Gipfel erreichen? Man wird ein bisschen ehrgeiziger, wenn man von 20 Leuten überholt wird und schließlich waren wir ja auch schon so weit gekommen. Nach gefühlten 12 Stunden waren wir endlich oben angekommen und konnten stolz auf Wanaka hinabblicken. Jetzt blieb nur noch ein paar Fotos zu schießen, sich wieder runter zu quälen und das wohl verdiente Abendbrot zu essen. Aber nicht Stulle mit Brot!

Montag, 31. März 2008

Und er bewegt sich doch


Während andere Städte ihren Regenfall in Millimeter ausdrücken ist diese Einheit für den vielen Regenfall in Franz Josef Town viel zu klein. In Franz Josef regnet es ständig! Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wir die ersten 3 Tage, die wir bei den Gletschern verbracht haben mit Dauerregen bestraft wurden. Doch der Wetterbericht versprach einen Sonnentag zwischen „heavy rain increasing“ und „thundery rain developing“. Unsere Tage verbrachten wir vor allem mit warten und hoffen, dass dieses eine mal der Wetterbericht die Wahrheit sagen würde. Aus Angst, dass die begehrten Touren über den Gletscher aufgrund der Wettervorhersage ausgebucht sein könnten, haben wir uns also kurzerhand entschlossen: am Sonntag, den 30. März machen wir eine Tagestour auf den Gletscher. Tagestour bedeutet: 9Uhr am Treffpunkt zur Ausgabe von Regenjacke, Steigeisen, Mütze etc..; dann mit dem Bus zum Gletscherparkplatz, von dort ca. 1 Std. bis zum Gletscher laufen, 5-6 Std. auf dem Eis und wieder zurück zum Parkplatz.


Am besagten Tag (das Wetter sah viel versprechend aus) waren wir also zum vereinbarten Zeitpunkt bei Franz Josef Guiding Tours ebenso wir ca. 50 andere Leute. Nachdem jeder ein passendes Paar Wanderschuhe (noch nass vom Vorgänger), Steigeisen usw. verpasst bekommen hat ging es also gegen 10 Uhr in den Bus, durch die Endmoräne (das hab ich doch schon mal in der Schule gehört; was war das nochmal?), bis zur Gletscherzunge wo wir in 5 Gruppen aufgeteilt wurden und jetzt endlich die super professionell aussehenden Steigeisen an die Füße schnallen durften. Wer hätte gedacht, dass Gletscher wandern mit so viel Treppensteigen verbunden ist? Immer wieder hackte unser Guide neue Stufen und bespritzte damit alle hinter ihm stehende mit kleinen Eisstücken.


Da sich der Gletscher ständig ändert (denn er bewegt sich doch!) kann man vorher nicht sagen, was man sehen wird. Wir hatten Glück und konnten eine Eishöhle sehen durch die wir mit viel Mühe durch gekrabbelt sind. Manchmal entstehen auch Swimmingpools im Eis, enge Spalten durch die man sich seitwärts durchschiebt oder kleine Schluchten, die man runterrutschen kann. Fantastisch ist, dass hinter jeder Ecke das Eis völlig anders aussieht. Je höher man kommt wird das Eis zudem sauberer und blauer. Und das Beste: während des gesamten Tages trafen uns zwar viele nasse, kalte Eisspritzer aber kein einziger Regentropfen!

Freitag, 21. März 2008

Schulausflug


Farewell Spit bekam seinen Namen von James Cook, der von hier aus Neuseeland auf Wiedersehen sagte, um weiter zu reisen. Es handelt sich hierbei um eine Landzunge, die Naturschutzgebiet ist und nur mit organisierten Touren zu befahren oder zu erlaufen ist. Einen kleinen Teil dieses riesigen Strandes kann man jedoch ohne Guide erleben, so z.B. Wharariki Beach, ein Stück Strand mit wüstenähnlichen Dünen, rauen Felsen und einer kleinen Seehundkolonie. Einer der am Ufer liegenden Felsen ist im Inneren so ausgewaschen, dass sich ein kleiner Pool darin gebildet hat. Ein paar Seehundkinder schwimmen darin, als hätten deren Mütter die Krabbelgruppe auf dem Spielplatz abgesetzt, um sie später wieder abzuholen. Seehunde sind sehr neugierig und hat man selbst genug Mut in das eisige Kinderbecken zu springen, kann man sogar mit ihnen schwimmen. Zum Glück hatten wir Erez aus unserem Hostel einen Lift gegeben. Der unerschrockene Israeli hat die Seehunde nicht nur „entdeckt“ sonder ist auch als erster mit ihnen ins Wasser gesprungen. Hätten wir ihn nicht dabei gehabt, vielleicht hätten wir uns gar nicht getraut mit ihnen zu schwimmen. Die besten Fotos könnt ihr wie immer unter Photos anschauen. Da wir nun etwas schneller Richtung Süden möchten, da der Herbst und Winter naht (wovon man allerdings noch nichts spürt) tun wir es James Cook gleich und sagen Farewell Spit auf Wiedersehen um weiter zu ziehen.

Dienstag, 18. März 2008

Takaka proudly presents


Die Größe eines Ortes misst man in Neuseeland daran ob dieser Ort ein Kino hat oder nicht. Wir sind in Takaka angekommen, ein 1.200 Seelendorf in der Golden Bay, das sehr stolz auf sein „Village Theater“ ist. Mit anderen Worten; Takaka ist eine große Stadt (in Kiwi Verhältnissen). Und da Takaka so eine Metropole ist, gibt es hier natürlich viele Sehenswürdigkeiten, die sich Touristen wie wir gerne anschauen. So z.B. die Pupu Springs; die größte Süßwasserquelle Neuseelands, oder die Rawhiti Caves; eine Höhle mit einem riesigen Eingang und tausenden Stalaktiten, oder das Harwood Hole; ein Höhlenschacht mit über 50 m Durchmesser und 400 m Tiefe.... wie ihr seht viele Attraktionen so viele, dass wir vergessen haben die wichtigste zu besichtigen: wir waren nicht im Kino!

Sonntag, 16. März 2008

Das Wandern ist Steffens und Ingas Lust


Da die Neuseeländer ein wanderfreudiges Volk sind, haben Sie durch all ihre Nationalparks Wege gebaut, durch die man oft tagelang wandern kann. So auch durch den Abel Tasman Nationalpark, der einen der schönsten Wanderwege haben soll. Davon wollten wir uns natürlich selbst überzeugen. Da wir nicht ganz so wanderlustig wie der gemeine Kiwi sind, haben wir uns für eine kurze Strecke von „nur“ 8 Stunden entschieden. Unser Tagesausflug begann mit der Fahrt des Wassertaxis, das uns nach einer knappen Stunde Fahrt an der Bark Bay ausgesetzt hat. Da wir nun auf uns allein gestellt waren und das Wassertaxi eh weg war, mussten wir uns wohl oder übel zu Fuß auf den Rückweg machen. Wir wurden mit vielen, schönen Ausblicken auf die goldgelben Strände belohnt, haben einen Abstecher zu Cleopatras Pool gemacht und sind sogar eine Extrastunde gelaufen weil unser Weg überflutet war (siehe Fotos). Am nächsten Tag haben wir dafür gar nichts gemacht außer die Wandersleut` von unserem schönen, einsamen Häuschen aus zu beobachten.

Donnerstag, 13. März 2008

Let the Sunshine in Nelson


In das hübsche, kleine Städtchen Nelson haben wir uns sofort verliebt. Nur leider Nelson sich nicht in uns, denn wir hatten große Schwierigkeiten einen Platz zum Übernachten zu finden. Schließlich mussten wir im Vorgarten eines Hostels zelten. Der Boden war feucht und matschig, unser Camp war direkt an einer Straße, Inga hat gefroren und Steffen haben sie in dem Hostel das Bier geklaut, also viele Gründe eine neue Bleibe zu suchen. Schließlich fanden wir das viel schönere Hostel „Accents on the Park“, eine Minute von der Innenstadt entfernt. Unser 7-tägiger Nelson Aufenthalt war also gerettet. Wir verbrachten viel Zeit damit, in der Stadt herum zu bummeln, es gab wieder ein Museum in das Steffen gezwungen wurde, Inga hat einen Bonecarving Kurs gemacht und sich ihren eigenen Anhänger geschnitzt. Ausserdem hatten wir endlich wieder gutes Wetter und täglich Sonnenschein. Vielleicht hat uns Nelson ja doch lieb.

Unser nächster Stop wird Marahau sein, ein kleiner Ort an der südlichen Spitze des Abel Tasman National Parks, in dem wir eine Tageswanderung machen wollen.

Samstag, 8. März 2008

Gästebuch

Auf Wunsch einer einzelnen Dame haben wir jetzt auch ein Gästebuch auf unserer Seite. Ihr findet es unter der Kiwi-Zeit. Wir freuen uns auf rege Zuschriften und wilde Kommentare...

Mittwoch, 5. März 2008

Unser erster großer Fang


Kommt man mit der Fähre aus Wellington, landet man automatisch in der kleinen Hafenstadt Picton. Hier gibt es nicht viel zu sehen außer natürlich die wunderschöne Landschaft der Marlborough Sounds, ein Fjordland mit tausend kleinen Buchten. Im Reiseführer steht, am besten entdeckt man die Landschaft auf dem Wasser, also haben wir das gemacht und sind mit Kajaks rausgepaddelt, die wir in unserem Hostel kostenlos mieten konnten. Leider war das Wetter ziemlich schlecht, daher gestaltete sich unser Ausflug ziemlich kurz. Auch den darauf folgenden Tag hat es den ganzen Tag geregnet. Daher tat uns nicht sehr leid weiter zu fahren, Richtung Camp Bay, mitten in das Fjordland rein. Unser neues „Zuhause“ hieß dort für 3 Tage Mahana Homestead Lodge. Ein kleines, einsames Hostel am Queen Charlotte Track, einem beliebten Wanderweg in Neuseeland. Wir verbrachten unsere Zeit mit Angeln, Weka beobachten und der Besteigung des höchsten Berges in der Umgebung: Mt. Stokes.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Wellington is great


Von Napier ging es direkt in Neuseelands wunderschöne Hauptstadt. Im Gegensatz zu Auckland ist Wellington viel kultureller und für uns viel interessanter. Zum Beispiel gibt es das Nationalmuseum »Te Papa« in dem man einen Vulkanausbruch sehen kann und in dem ein ganzer Wald mit Hängebrücke und Glühwürmchenhöhle aufgebaut ist. Außerdem kann man in Wellington, ihr ahnt es schon, super shoppen. Ein Muss ist auch eine Fahrt mit der Cable Car, die ein Stück den Berg hoch fährt bis zu dem Botanischen Garten. Von dort aus kann man einen schönen Weg wieder zurück in die Stadt gehen. Übernachtet haben wir ein bisschen außerhalb in einem Vorort namens Mana. Wir haben 3 Tage hier verbracht; hätten aber gut noch länger bleiben können. Erstmal wollen wir jetzt aber auf die Südinsel bevor es Herbst wird und das Wetter schlechter wird.

Montag, 25. Februar 2008

Unterwasserflughafen und fliegende Delfine


Von Turangi ging es wieder ein Stück den Lake Taupo hoch bis zu gleichnamiger Stadt. Taupo ist nicht sehr aufregend, daher haben wir hier vor allem Shopping gemacht und uns ein bisschen im „Craters of the moon“-Park umgesehen. Craters of the moon ist eine Ansammlung von geothermischen Aktivitäten. Aber nachdem wir schon in Rotorua waren konnte uns das bisschen Gedampfe nicht so richtig imponieren. Auch hier gab es wieder eine heiße Quelle, die wir natürlich nicht auslassen wollten.

Gut erholt von der Wanderung ging es nun an die Ostküste nach Napier. In keiner anderen Stadt auf der Welt gibt es so viele Art-déco Gebäude. Aufgrund eines starken Erdbebens im Jahr 1931, in der die ganze Stadt zerstört wurde, erhielt sie ihr heutiges Erscheinungsbild. Übrigens hat sich durch das Erdbeben die Küste so stark angehoben, dass der Flughafen auf dem ehemaligen Meeresgrund erbaut wurde. In Napier haben wir uns also hauptsächlich die schönen Häuser angeschaut und waren mal wieder shoppen. Aber was gibt es daran schon auszusetzen?

Samstag, 23. Februar 2008

Warum wandern wenn man ein Auto hat und wo war eigentlich Steffen?


Von Rotorua ging es weiter Richtung Süden nach Turangi. Vorbei am großen Lake Taupo. Turangi ist ein kleines Nest in dem es eigentlich nichts gibt ausser viele Backpacker, die das Tongariro Crossing machen möchten. Der Tongariro National Park beherbergt die drei Vulkane Mt. Ngauruhoe, Mt. Ruapehu und Mt. Tongariro. Das Tongariro Crossing ist eine Tageswanderung (6-8 Stunden) vorbei an Lavafeldern, türkisblauen Seen und natürlich den 3 Vulkangipfeln. Für jemanden mit meinem Fitnesslevel (0 bis -2) war es schon eine ziemliche Herausforderung, gut dass ich neue Wanderschuhe und meine fitten Mit-Wanderer Jan „die Gemse“ und Katharina „der Katibär“ dabei hatte.

Freitag, 22. Februar 2008

Geschwefelter Mais zum Mittag


Sind immer noch ziemlich in Verzug aber da wir jetzt wieder allein unterwegs sind haben wir wieder ein bisschen mehr Zeit, um uns um unseren Blog zu kümmern. So, wo waren wir stehen geblieben? In Rotorua...

...ist es gar nicht so stinkig wie gedacht. Es dampft und blubbert zwar wirklich aus allen Ritzen aber der schwefelige Geruch, der ab und zu herüberweht ist gut zu ertragen. Rotorua wirkt ein wenig außerirdisch, überall ist die Erde aufgerissen. Im Whakarewarewa Maori Village kann man im Erddampf gekochten Maiskolben essen, Geysire und Mudpools angucken. Zum Ausklang sind wir in einem einsamen, heißen Gebirgsbach baden gegangen.

Montag, 18. Februar 2008

Update in between


Wir sind leider ein wenig im Verzug...hatten in den letzten Tagen nicht die Zeit ins Internet zu gehen...nur kurz als update... wir sind inzwischen von der Ostküste an die Westküste gefahren und haben in einem Backpacker Katharina und Jan "aufgegabelt", die nur noch 2 Wochen Urlaub haben und auch zurück nach Auckland wollten. Aus Auckland wurde nix, weil alle Backpacker ausgebucht waren. Stattdessen sind wir mit den beiden Surfern nach Piha gefahren, einen kleinen Surfort in der Nähe von Auckland. Von dort aus ging es weiter nach Rotorua, wo wir heute angekommen sind. Morgen schauen wir uns die Umgebung an und dann gibts mehr Infos...

Dienstag, 12. Februar 2008

Supergutsupergut


Wir sind in Kerikeri, der Ort der so gut ist, dass man ihm zwei mal den gleichen Namen gab. Kerikeri ist an der Ostküste oberhalb von Whangarei. Unser Hostel heißt Kerikeri Farm Hostel und wie der Name schon sagt, wohnen wir hier auf einer kleinen, privaten Farm bei Claes, einem Schweden, der die ganze Welt bereist hat und sich dort niedergelassen hat, wo es ihm am besten gefällt, in Neuseeland. Claes ist sehr nett und zeigt uns wie man sweet corn grillt, dass man Kiwi Früchte auch mit Schale essen kann, und wie lecker green mussels in Weißweinsoße sind. Auf der Farm werden Orangen, Mandarinen und noch viel anderes Obst und Gemüse angebaut. Und wir kommen täglich in den Genuss der süßesten Mandarinen und des orangigsten O-Saftes der Welt. Ganz in der Nähe kann man Waitangi besuchen, den Ort an dem der Vertrag zwischen den Maori und den Engländern unterschrieben wurde. Mit dem Waitangi Treaty akzeptierten die Maori die englische Königin als ihr Oberhaupt. Zudem gibt es auch hier einen Wasserfall zu dem man wandern kann und schöne, einsame Strände die wir uns nicht entgehen lassen wollten, daher haben wir beschlossen noch 2 Tage länger als ursprünglich geplant hier zu bleiben...

Freitag, 8. Februar 2008

Ich seh den Sternenhimmel


Jetzt sind wir schon 2 Tage hier und es gefällt uns sehr gut. Wie angekündigt, haben wir uns die Whangarei Falls angeschaut, waren in abenteuerlich Höhlen in denen es grün leuchtende Glühwürmchen gab, die aussehen wie ein hell beleuchteter Sternenhimmel. Leider kommt es auf den Bildern nicht so gut raus, in Echt waren sie noch viel imposanter. Whangarei selbst ist nicht besonders sehenswert. Hinzu kommt, dass die Geschäfte nur bis 16 höchstens 17 Uhr geöffnet haben, also nichts mit Shopping. Eine Anschaffung haben wir dennoch getätigt. Ein Straßenatlas damit wir mit Futo Maki immer den richtigen Weg finden. Steffen wurde heute in ein Museum gezwungen und wir haben unseren ersten echten, lebendigen Kiwi gesehen. Leider nicht in freier Natur sondern in besagtem Museum und Kiwi House. Unser nächster Stop wird die Küste sein und wir hoffen vielleicht auch ein bisschen baden gehen zu können. Wir fahren Richtung Bay of Islands, wo es sehr schön sein soll. Wo genau haben wir noch nicht entschieden aber wir werden es euch wissen lassen. Ansonsten ist das Leben hier sehr relaxt, man trifft viele Backpacker, die schon Monate unterwegs waren und jetzt nur noch die letzten Tage oder Wochen faulenzen. Überhaupt hat man hier viel mehr Zeit und lässt alles etwas ruhiger angehen. Meist „vergammeln“ wir die heißen Mittage, um im Schatten zu liegen, Reiseführer zu lesen und zu planen wo wir in den nächsten Tagen hinfahren wollen.

Donnerstag, 7. Februar 2008

On the way to Whangarei


Weil wir in ca. 2 bis 3 Wochen noch Unterlagen für unser Auto zugeschickt bekommen (von denen wir leider auch nicht so genau wissen, was das eigentlich für Unterlagen sind), drehen wir noch eine kleine Runde durch den Norden der Nordinsel bevor wir uns auf den Weg Richtung Südinsel machen. Unser erster Stop ist Whangarei, die größte Stadt in Northland. Hier kann man in Kauri-Wäldern wandern, unter dem Whangarei Wasserfall baden und in den Abbey Caves Glühwürmchen beobachten. Für alle die googeln wollen: unser Hostel ist die Little Earth Lodge. Hier bleiben wir mindestens 3 Tage und werden alles oben genannte erleben...

Mittwoch, 6. Februar 2008

Sumo fight um Futo Maki


Die ersten Tage waren sehr erfolg- und erlebnisreich. Wie bereits erwähnt, haben wir uns gleich am ersten Tag ein Auto erstanden. Nach langen Rechercen im Internet über den aktuellen Automarkt, sind wir zu Turners Auction gefahren und haben uns als Bieter angemeldet. Es standen 190 Autos in der Halle, die alle Probegefahren werden konnten. Zum Glück hatten wir uns schon vorher unsere Favoriten ausgesucht. Und hatten auch schnell unsere 2-3 Lieblingsautos gefunden. Mit einer Bieternummer und dem Gesang des Auktionnators ging es dann los...so richtig wie man sich das vorstellt...wie im Fernsehen. Als dann unser Auto dran kam war es ein hartes Kopf-an-Kopf Rennen mit einem Japaner, das wir jedoch gewannen. Futo Maki (das ist unser Nissan Primera) nennen wir für NZ$ 8.400,- jetzt unser eigen.

Sonntag, 3. Februar 2008

Kia ora Aotearoa

Wir sind angekommen! Am 2. Februar sind wir nun in Auckland gelandet (nachdem wir am 31.1. losgeflogen sind). Haben uns auch gleich am ersten Tag ein Auto erstanden, können also nicht sooo sehr müde gewesen sein! Aber dann doch so müde, dass wir schon abends um 7 tot in unser Doppelstockbett in der Jugendherberge gefallen sind. Auckland hat auf den ersten Blick einen tollen Eindruck hinterlassen, nicht nur wegen des (danke Dina) guten Wetters. Hier riecht es ueberall so wunderbar tropisch und die Pflanzen bluehen alle...

Montag, 28. Januar 2008

Isch abe gar kein Telefon

Jeder der Steffen kennt, weiß welche Freundschaft Steffen mit ebay verbindet. Nachdem er seine Playstation, seine schmutzigen Pumper und seine linke Niere erfolgreich versteigert hat, hat nun auch seine Simkarte einen neuen Besitzer. Also im Klartext: Steffen ist über das Handy nicht mehr zu erreichen. Sollte also jemand Interesse an unseren letzten Habsehlichkeiten haben, meldet sich bitte unter steffendittrich(at)gmx.de....

Freitag, 18. Januar 2008

Wir sind Berliner !!!

Ab heute sind wir Einwohner unserer wunderschönen Haupt- stadt. Aber nur für 2 Wochen. Dann sind wir abgemeldet aus Deutschland und damit offiziell ausgewandert. Ansonsten geht´s uns im Moment richtig gut. Wir genießen unsere viele Freizeit und freuen uns schon wahnsinnig auf den Abflug am 31.01.2008.

P.S.: Wir haben auch ´ne neue Homepage-Adresse. Mit der alten gehts zwar auch noch; die neue ist dafür ganz ohne Werbung:
http://ingaundsteffen.blogspot.com