Unser neuer Camper ist ein Mädchen, besser gesagt eine etwas in die Jahre gekommene Dame mit 130.000 km auf dem Buckel. Sie ist schon etwas zerknittert und verrostet und wie das alte Frauen so tun stinkt sie auch ein wenig. Sie hat ständig Durst, denn ihr Benzintank ist sehr klein und wenn man Wasser aus der Spüle lässt ist sie inkontinent und macht eine Pfütze zwischen den Hinterrädern. Aber sie ist gemütlich, praktisch und kennt sich auf den australischen Straßen gut aus. Unser Weg mit Matilda geht die Westküste entlang bis nach Darwin. Jetzt haben wir auch mehr Zeit, können die Fahrt genießen und müssen pro Tag nicht so viel fahren. Unser erster touristisch sehenswerter Stopp führte uns zu den Pinnacles. Viele tausend Kalksteinsäulen, die in einer maisfarbenen Sandwüste stehen. Je weiter wir gen Norden kommen um so netter wird auch das Wetter. Perth verließen wir in verregneten 17°C, inzwischen sind wir in Geraldton, einem freundlichen, kleinen Fischerstädtchen mit sonnigen 24°C. Als nächstes werden wir Monkey Mia ansteuern, einem kleinem Ort in einer Bucht in der fast täglich Delfine bis an den Strand schwimmen und sich füttern lassen...
Samstag, 31. Mai 2008
Matilda
Montag, 26. Mai 2008
On the road with Bert
Bert war unser kleiner 4WD-Camper mit dem wir uns also von Sydney auf den Weg nach Perth machten. Für diese Strecke von 4.900 km hatten wir 12 Tage Zeit. Bert hieß Bert weil es ein 3 Berth Camper war, also mit 3 Schlafplätzen. Der Weg führte uns als erstes Richtung Canberra und weiter Richtung Melbourne. Die Städte selber haben wir uns nicht angeschaut, dafür sind wir die berühmte und wunderschöne Great Ocean Road entlang gefahren. Leider war das Wetter wieder gegen uns, wo ich es doch gerade so gelobt hatte. Pünktlich zu einer Sehenswürdigkeit, die wir uns anschauen wollten regnete es. Von der Great Ocean Road ging es in den Grampians National Park. Der Nationalpark ist bekannt für seine Berge und Sandsteinfelsen (was wirklich etwas besonderes ist, denn die Strecke die wir bis jetzt gefahren waren, war war so flach, dass man kilometerweit die öde Landschaft sah). Von den Grampians ging es Richtung Adelaide. Hier machten wir einen Stopp um unsere Vorräte etwas aufzustocken, ins Internet zu gehen (aber leider keine Zeit einen neuen Blog zu schreiben) und die Stadt etwas zu erkunden. Leider erinnerte uns Adelaide mit seinen breiten Straßen und großen Plätzen eher an eine Osteuropäische Metropole als an eine quirlige Aussi Stadt und wir zogen weiter Richtung Eyre Highway. Hier begann wohl der bis jetzt australischste Teil unserer Reise. Nie enden wollende, gerade Straßen, rote Erde, alle paar Meter ein totes Känguru an der Straße und alle 200 km eine überteuerte Tankstelle, sonst nichts. Gegen Ende des 2.700 km langen Highways (lt. Reiseführer so weit wie von London nach Moskau) sahen wir sogar ein totes Kamel am Wegesrand liegen. Die letzten 600 km bis nach Perth waren dann nur noch eine Spazierfahrt. Wir machten noch einen Stopp bei der Wave Rock, einem Felsen, der wie eine Welle geformt ist und als keiner guckte ließen wir es uns natürlich auch nicht nehmen, surfermäßig darunter zu posen. Das Ende unserer Reise mit Bert war gekommen. In Perth würden wir ihn gegen einen anderen umtauschen, der etwas größer sein würde. Wir freuten uns schon auf unseren neuen Camper und auf die Abenteuer, die wir mit ihm erleben würden.
Donnerstag, 15. Mai 2008
Kultur, Shopping, Internet und tolle Aussichten
Australien hielt was wir uns versprochen haben. Kaum in Sydney angekommen, hat uns die Sonne angelacht. Also wurde der Pulli und die Socken wieder in den Rucksack verbannt und die Badelatschen rausgeholt. Nur die Hektik einer Großstadt waren wir nicht mehr gewöhnt. In Neuseeland geht es selbst in solchen „Großstädten“ wie Christchurch etwas ruhiger zu. Aber so eine Weltstadt hat auch vieles Gute. Zum Leidwesen von Steffen kann man hier viel besser shoppen als in Neuseeland und auch die Museen sind hier größer und auch in größerer Auswahl zu finden. Ihr braucht euch um Steffen aber keine Sorgen zu machen, er hat hier was er sich von einer echten Metropole erträumt: kostenloses Internet! Unser Hostel im Stadtteil Kings Cross bietet nämlich nicht nur kostenloses Frühstück und eine tolle Dachterrasse mit super Ausblick auf die Skyline sondern auch free wireless.
Unser nächstes großes Ziel wird Perth sein. Mit einem Camper den wir für $1 am Tag an die Westküste bringen müssen werden wir die Südküste entlang bis nach Perth fahren. Von dort geht es mit Camper Nr. 2 die Westküste hoch bis nach Darwin. Oben in Darwin sind es im Moment 35°, da wird dann wohl auch die lange Hose dran glauben müssen.
Donnerstag, 1. Mai 2008
Gut gegemscht ist halb gewonnen
Christchurch hat uns super gefallen. Zwar haben wir nicht viel von der Stadt gesehen aber unser Hostel hat uns gut gefallen und wir haben dort viele nette Leute kennen gelernt. Super an Christchurch war auch, dass Tobi, dessen kleine Eigenheiten uns mehr und mehr auf die Nerven gingen, neue Freunde gefunden hat und sich spontan dazu entschied, nach Fiji zu fliegen. Wir haben derweil von Martin ein tolles neues Kartenspiel gelernt und haben nun fast jeden Abend Gemsch gespielt. Ganz nebenbei haben wir noch einen Entschluss gefasst und zwar werden wir, da es uns inzwischen in Neuseeland zu kalt wird, ein paar Wochen nach Australien fliegen ...
wo wir schon mal in der Gegend sind.