Bert war unser kleiner 4WD-Camper mit dem wir uns also von Sydney auf den Weg nach Perth machten. Für diese Strecke von 4.900 km hatten wir 12 Tage Zeit. Bert hieß Bert weil es ein 3 Berth Camper war, also mit 3 Schlafplätzen. Der Weg führte uns als erstes Richtung Canberra und weiter Richtung Melbourne. Die Städte selber haben wir uns nicht angeschaut, dafür sind wir die berühmte und wunderschöne Great Ocean Road entlang gefahren. Leider war das Wetter wieder gegen uns, wo ich es doch gerade so gelobt hatte. Pünktlich zu einer Sehenswürdigkeit, die wir uns anschauen wollten regnete es. Von der Great Ocean Road ging es in den Grampians National Park. Der Nationalpark ist bekannt für seine Berge und Sandsteinfelsen (was wirklich etwas besonderes ist, denn die Strecke die wir bis jetzt gefahren waren, war war so flach, dass man kilometerweit die öde Landschaft sah). Von den Grampians ging es Richtung Adelaide. Hier machten wir einen Stopp um unsere Vorräte etwas aufzustocken, ins Internet zu gehen (aber leider keine Zeit einen neuen Blog zu schreiben) und die Stadt etwas zu erkunden. Leider erinnerte uns Adelaide mit seinen breiten Straßen und großen Plätzen eher an eine Osteuropäische Metropole als an eine quirlige Aussi Stadt und wir zogen weiter Richtung Eyre Highway. Hier begann wohl der bis jetzt australischste Teil unserer Reise. Nie enden wollende, gerade Straßen, rote Erde, alle paar Meter ein totes Känguru an der Straße und alle 200 km eine überteuerte Tankstelle, sonst nichts. Gegen Ende des 2.700 km langen Highways (lt. Reiseführer so weit wie von London nach Moskau) sahen wir sogar ein totes Kamel am Wegesrand liegen. Die letzten 600 km bis nach Perth waren dann nur noch eine Spazierfahrt. Wir machten noch einen Stopp bei der Wave Rock, einem Felsen, der wie eine Welle geformt ist und als keiner guckte ließen wir es uns natürlich auch nicht nehmen, surfermäßig darunter zu posen. Das Ende unserer Reise mit Bert war gekommen. In Perth würden wir ihn gegen einen anderen umtauschen, der etwas größer sein würde. Wir freuten uns schon auf unseren neuen Camper und auf die Abenteuer, die wir mit ihm erleben würden.
Montag, 26. Mai 2008
On the road with Bert