Donnerstag, 26. Juni 2008

Salzmangel Teil 2


Nachdem wir im Kakadu National Park in jeden Tümpel geguckt und das Ufer jeden Flusses inspiziert hatten mussten wir feststellen, die Salzwasserkrokos verstecken sich vor uns. Also blieben nur 3 Alternativen: entweder in den Krokodilpark in Darwin gehen, Steffen als Köder in den Fluß stellen oder eine Bootstour auf dem Adelaide River buchen auf dem man springende Krokos bewundern kann. Die erste Alternative fand ich doof, die zweite mochte Steffen nicht, also entschieden wir uns für die dritte Wahl. Auf diesen Bootstouren werden die Krokodile mit Fleisch aus dem Wasser gelockt. Das an einer Art Angel gebundene Fleischstück wird so lange vor dessen Nase gehalten und wieder weggezogen bis sie scheinbar nur auf ihrer Schwanzspitze stehend aus dem Wasser springen. Es war schon ein beeindruckendes Schauspiel vor allem da dies alles freilebende Krokos waren. Steffen hat die Tour besonders gut gefallen, da er nicht einmal nass werden musste, um die Salties zu sehen.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Salzmangel


Im Kakadu National Park leben 25 Froscharten, 51 Süßwasserfischarten, 60 Säugetier-, 120 Reptilien- und 280 Vogelarten. Darunter das gefährliche Salzwasserkrokodil, das nach allem schnappt was ihm über den Weg läuft. Mit angstvollen Augen fragten wir einen Ranger ob sich in dem Wasserfall Pool ganz in der Nähe unseres Camps denn auch Salties verirrt haben könnten. Der antwortete aber ganz locker, dass die ein paar Meter flußaufwärts sind und wir uns keine Sorgen machen brauchen, da der Pool ja auch jede Woche kontrolliert wird. Nagut dachten wir und sprangen hinein. Das in dem Tümpel Fische wohnen, die gern menschliche Haut knabbern hat er uns leider verheimlicht, so waren wir so schnell wieder draußen wie wir hinein gehüpft sind. Mit den Fischarten hatten wir also bereits Bekanntschaft gemacht. Was uns aber viel mehr interessierte waren die Kängurus, Wallabies und natürlich die Salties (aus sicherer Entfernung). Am dritten Tag unseres Kakadu Abenteuers hüpfte ein einsames Wallabie über den Campingplatz. Jetzt blieben nur noch die lederjacken-tragenden Bestien, die wir noch zu Gesicht bekommen wollten.

Montag, 16. Juni 2008

Im Paradies


Broome zeichnet sich vor allem durch seinen endlos langen „Cable Beach“ aus. In diesem Punkt hatte der Reiseführer recht, denn an diesem Strand findet jeder ein Stückchen Paradies, und wo lässt es sich herrlicher relaxen als an einem endlosen Strand? Um giftige Quallen muss man sich im Moment auch nicht all zu große Sorgen machen, denn der letzte Quallenangriff war vor 10 Tagen. Wir konnten nach der ganzen Fahrerei der letzten Tage ein wenig Entspannung gebrauchen und blieben 3 Tage. Doch Broome hatte noch mehr zu bieten als Strand und Faulenzen. Einen Abend verbrachten wir mit Indianer Jones, im ältesten Freiluftkino der Welt, wir besuchten den Chinesischen und Japanischen Friedhof, auf dem tausende ehemalige Perlentaucher liegen und schlenderten über den Samstags-Markt, auf dem die alternativen Australier ihr Kunsthandwerk anbieten. Leider sahen wir auch viele Aborigines, die betrunken in den Straßen rumhingen. Der Bottleshop (Spirituosenladen) machte erst um 11 Uhr auf, damit sie sich nicht schon Vormittags betrinken konnten. Das waren wir von Neuseeland nicht gewöhnt. Dort sah man oft Maoris aber nie so perspektivlose. Auf einmal kam uns Broome gar nicht mehr so paradiesisch vor.

Dienstag, 10. Juni 2008

Auf dem Weg ins Irrenhaus


Die Fahrt von Exmouth bis nach Broome war nicht besonders spektakulär. Die Landschaft veränderte sich kaum (flach wie gewohnt) nur erscheinte hier und da ein Termitenhügel. Einen Stopp legten wir in Dampier ein, wo man über 10.000 Aborigines Felsenzeichnungen gefunden hat - Wir fanden leider nur vier. Einen weiteren Halt machten wir bei Point Samson, wo man angeblich gut schnorcheln kann. Jedoch schürften wir uns nur an den scharfen Felsen im Wasser die Knie auf und versuchten über die starken Wellen zu hüpfen. Die nächsten 300 km regnete es ununterbrochen und wir suchten Unterschlupf auf einem Campingplatz in einem Roadhouse. Ein Roadhouse ist eine kompakte Raststätte und vereint Tankstelle, Supermarkt, Campingplatz und Restaurant. Das Sandfire Roadhouse ist ebenso ein kleiner Zoo, mit Pfauen, Gänsen, einem Kamel und einem Büffel. Von dort waren es nur noch weitere 300 km bis Broome von der der Reiseführer schreibt: „Wer hier nicht ausspannen kann, dem hilft nur noch Therapie.“ Also nichts wie hin nach Broome...

Freitag, 6. Juni 2008

Auf Tauchfühlung mit Monsterhaien


Ningaloo ist ein Riff vor der Küste von Coral Bay bis Exmouth. Das besondere ist, dass es so nah an der Küste liegt, dass man vom Strand aus schnorcheln gehen kann. Außerdem kommen jedes Jahr zwischen März und Juni Walhaie in das Riff, um sich den Magen voll zuschlagen, bevor sie sich auf den Weg weiter nach Thailand machen. Walhaie haben wir nur in Form von riesigen Plastikfiguren gesehen, die in Exmouth an jeder Ecke aufgestellt waren. Für einen Schnorchelausflug mit dem größten Fisch der Welt (er kann bis zu 18m lang werden) hat unsere Urlaubskasse leider nicht ausgereicht. Dafür waren wir in einer paradiesischen Bucht mit glasklaren, türkisblauen Wasser schnorcheln und haben neben unzähligen Fischen auch Schildkröten, einen Tintenfisch und einen Riffhai gesehen. Der war fast so groß wie ein Walhai. Ungelogen!!!

Donnerstag, 5. Juni 2008

Flipper


Wieder zurück in Australien ging es die Küste hinauf. Unser nächster Stopp sollte Shark Bay sein. In dem kleinen Ort Monkey Mia kommen nämlich tagtäglich eine Gruppe Bottlenose Delfine bis an den Strand, um sich von den Touristen füttern zu lassen. Die Fischrationen werden von ein paar Rangern zugeteilt und nett lächelde Touristen dürfen den Tieren die Fische geben. Zum Glück hatte ich an dem Tag mein bestes Colgate-Lächeln aufgesetzt und wurde auserwählt, einem Delfin ein kleines Fischfrühstück zu geben. Anfassen darf man die Tiere nicht, da es schon vorgekommen ist, dass sie dann auch schon mal Menschenfleisch probieren möchten :-) Es ist aber deshalb nicht weniger beeindruckend, wie diese frei lebenden Delfine bis auf ein paar Zentimeter zu einem schwimmen und sich auf die Seite drehen um einen besser anschauen zu können. Manche Delfine bringen sogar ihre Babys mit. Wahrscheinlich beobachten eigentlich sie uns und kommen an den Strand, weil dort täglich so viele von diesen Menschen zu sehen sind.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Audienz bei Prinz Leonard I


Von Australien aus beschlossen wir einen Abstecher in das zweitgrößte Land dieses Kontinents zu unternehmen, zu dem Fürstentum Hutt River Province. Durch eine Gesetzes- lücke hat der Farmer Len Casley 1970 seinen eigenen Staat ausgerufen, da er sich über die Getreidebestimmungen in Australien ärgerte. Inzwischen hat Hutt River Province eine eigene Flagge, eine eigene Währung, Briefmarken, eben alles was ein eigenes Land so braucht. Kaum angekommen begrüßte uns Prinz Leonard selbst persönlich und stempelte uns ein Visum in unseren Paß. Wir durften uns auf seinem Anwesen etwas umsehen und nachdem wir uns im königlichen Tea Room etwas gestärkt hatten, gab es eine kleine Führung durch das Königreich. Zu sehen gab es eine Kirche in der die Throne der Hoheiten zu bewundern sind, einen Souveniershop mit vielen kleinen Ausstellungsstücken und Zeitungsartikeln und die Hutt River Pyramide, in der man laut Prinz Leonard positive Energie schöpfen kann. Ein aufregender Tag ging zu ende und wir zogen uns in unsere Gemächer zurück. Am nächsten Tag mussten wir Hutt River Province verlassen denn unser Visa lief aus. Das alltägliche Ritual des Flagge hissens wollten wir uns aber am nächsten Morgen nicht entgehen lassen. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Prinz Leonard und seine Gastfreundschaft. Ob die Queen uns auch so herzlich empfangen würde wenn wir mal anklopfen?